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Zu den “Phänomenologien” sozialer Praktiken
Linnaeus University, Faculty of Social Sciences, Department of Education. (Tacit Dimensions of Pedagogy)ORCID iD: 0000-0003-0328-1971
2016 (German)In: Presented at: Practices & Difference in Educational Science, International Conference, 28-29 January 2016, Europa-Universität Flensburg, 2016Conference paper, Oral presentation with published abstract (Refereed)
Abstract [de]

Nach der sog. „Alltagswende“ in den Sozialwissenschaften (vgl. Böhme 2004: 136f.) wird Kultur nicht mehr primär von Kulturgütern, -techniken, -träger-inne-n und bestehenden kulturellen Ordnungen, sondern vom Alltagswissen und -handeln der diversen Akteure im Feld her bestimmt. Es wird davon ausgegangen, dass die kulturellen Wissensbestände, an denen alltägliche Handlungserwartungen und -ketten orientiert sind, auf alltägliche Interaktionen zurückzuführen sind. Aus diesen emergierten sie, von diesen her differenzierten sie sich aus und verfestigten sich. Kultur wird dann verstanden als „[…] eine Vielfalt diskursiver Praktiken, die […] nicht neutral, sondern intern hierarchisiert sind und ein komplexes Geflecht an bedeutungsproduzierenden Orten mit verschiedenen Zentren und Interessen bilden“ (Collins 1989: 27 zit.n. Lutter & Reisenleitner 1998, S.61f.). Im Blickpunkt einer sich an diese Auslegung anschließenden sog. Praktikenforschung stehen die Teilnahme und die Teilhabe der Akteure an sozialen Praktiken und an deren bspw. kulturellen Rahmungen. Praktiken, so stellt Thomas Alkemeyer (2006: 121) heraus, übergreifen die Intentionalität(en) der einzelnen Akteure. Ein handelndes Individuum klinke sich in ein bestehendes Handlungsgeschehen gewissermaßen ein. Das Forschungsinteresse einer so verstandenen Praktikenforschung gilt der Frage, wie das Bezugsgewebe von Handeln in Praktiken zum Vorschein und ins Spiel kommt.

Dieser auch für die empirische Erziehungswissenschaft hochrelevante Forschungsansatz lässt sich vor dem Hintergrund der leibphänomenologischen Theoriebildung weiter ausarbeiten. In dieser spielt die Sozialität des Menschen eine zentrale Rolle bei der Konstitution von Selbst, anderen und Welt. Zugleich wird eine solche Konstitution an körperlich vermittelte Prozesse geknüpft. Kultur wird in der Folge als „formierte Leiblichkeit“ und zugleich „als Formierung des Leibes“ (vgl. Schultheis 1998) ausgelegt. Es wird davon ausgegangen, dass diese Formierungen in unserem Handeln nur teilweise sichtbar werden.

Gegenstand meiner Präsentation ist die nähere Erläuterung der leibphänomenologischen Konzeption des Verhältnisses von Leiblichkeit und Sozialität in Hinblick auf eine leibphänomenologisch fundierte Praktikenforschung in theoretischer Hinsicht, sowie ein Vorschlag zu deren Weiterentwicklung auf der Grundlage der Anlage einer empirischen Studie.

 

Collins 1989, 27 zit.n. Christina Lutter, Markus Reisenleitner (Hg.): Cultural Studies. Eine Einführung. Wien 1998, S.61f  

Place, publisher, year, edition, pages
2016.
Keywords [de]
Leibphänomenologie, pädagogische Praktiken
National Category
Educational Sciences
Research subject
Pedagogics and Educational Sciences
Identifiers
URN: urn:nbn:se:lnu:diva-68322OAI: oai:DiVA.org:lnu-68322DiVA, id: diva2:1148681
Conference
Practices & Difference in Educational Science, International Conference,28-29 January 2016, Europa-Universität Flensburg [Praxeologie & Differenz im erziehungswissenschaftlichen Diskurs, Internationale Tagung, 28-29 January 2016, Flensburg]
Available from: 2017-10-12 Created: 2017-10-12 Last updated: 2017-10-18Bibliographically approved

Open Access in DiVA

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