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Qualitätssicherung der Hochschule: zu Technologie und Zeigegeschehen
Linnaeus University, Faculty of Social Sciences, Department of Education. (Tacit Dimensions of Pedagogy)ORCID iD: 0000-0003-0328-1971
2017 (German)In: Denk- und Lernkulturen im wissenschaftlichen Diskurs / [ed] Gerd-Bodo von Carlsburg, Kiel: Peter Lang Publishing Group, 2017, 1, p. 447-457Chapter in book (Refereed)
Abstract [de]

Die Hochschulen in Deutschland sind nach den Hochschulgesetzen der Länder dazu verpflichtet, ein Konzept für die Bestimmung der Qualität ihrer Lehre, Forschung und Verwaltung vorzulegen. Das Ziel dieser verordneten „Qualitätssicherung“ ist die Rechenschaftslegung der Hochschulen in Bezug auf ihre „Effizienz“ und ihre „Bereitschaft zu Reformen“ (Lohmann 2010, 296). Prekär unterbestimmt ist allerdings, welchen gesellschaftlichen Gruppen gegenüber hier genau Rechenschaft abgelegt werden soll. Weitgehend ungeklärt ist auch das Verständnis der zu sichernden oder zu entwickelnden „Qualität“. Offen gelassen ist ebenfalls, worin genau die Qualifikationen derer bestehen, denen die Definitions- und Entscheidungsmacht in diesem Zusammenhang zugesprochen wird; ‒ Harald Walach (2009, 344) argumentiert, dass die Qualitätssicherung denen, die sie durchführen, eine nahezu unhinterfragte Allmacht verschaffe, welche auf dem „[…] transmodernen[1] Glauben an die immerwährende Verbesserung unserer Verhältnisse durch Kontrolle“ beruhe.

Der Deutsche Hochschulverband hat sich zwar bereits gegen eine Akkreditierung zumindest der Hochschulen durch externe Agenturen ausgesprochen.[2] Es wird auf (bildungs-) politischer Ebene jedoch weiterhin der Trendauffassung gefolgt, dass sich als Bezugsbasis der Qualitätsentwicklung von Bildungseinrichtungen Standards (vgl. Terhart 2002, 7f.), bspw. Exzellenzcluster etc. eignen. Dennoch steht in Frage, inwieweit der Gegenstand der Qualitätsüberwachung überhaupt kontrollierbar ist. Vieles spricht offenbar dagegen (bspw. Ricken & Liesner 2008, Weiskopf 2005, Czejkowska 2010). Als Haupteinwand gegen eine outputgesteuerte Qualitätsentwicklung der Bildungseinrichtungen wird vorgebracht, dass die Kontrolle eines analog zur Herstellung eines Produkts gedachten Outputs anhand eindeutiger Referenzwerte einem betriebswirtschaftlichen Steuerungsmodell entspricht, welches der Komplexität der Aufgaben im Bildungswesen nicht gerecht werde (vgl. Liesner 2011, 1).

[1] „Transmoderne“ wird, unabhängig vom Begriff der Postmoderne, erstmals von Petru Dumitriu (1965, siehe besonders die Seiten 253 bis 254) zur Bestimmung einer gegenüber der Moderne veränderten Erfahrungslage herangezogen. In der „Transmoderne“ werde die Zersplitterung der Welterfahrung und der Verlust der objektiven Mitte, so Dumitriu, durch die neue Erfahrung einer operativen Mitte überwunden, die durch wissenschaftlich technologisch formierte Handlungsmodelle der Kybernetik sowie solche der exakten Wissenschaften näher zu bestimmen sei.

Place, publisher, year, edition, pages
Kiel: Peter Lang Publishing Group, 2017, 1. p. 447-457
Series
Baltische Studien zur Erziehungs- und Sozialwissenschaft
Keyword [en]
Quality development, Education, Pedagogy
Keyword [de]
Qualitätssicherung, Pädagogik
National Category
Educational Sciences
Research subject
Pedagogics and Educational Sciences
Identifiers
URN: urn:nbn:se:lnu:diva-70342ISBN: 9783631735800 (print)OAI: oai:DiVA.org:lnu-70342DiVA: diva2:1179317
Available from: 2018-01-31 Created: 2018-01-31 Last updated: 2018-02-02Bibliographically approved

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Kraus, Anja

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