Seit einiger Zeit ist in den Kultur- und Sozialwissenschaften eine Hinwendung zum Thema Körper festzustellen. Der damit verbundene Paradigmenwechsel zieht in mancher Hinsicht grundsätzliche Neubestimmungen bislang gültiger Denkordnungen nach sich. Mit der Buchreihe „Körperlichkeit in der Schule. Aktuelle Körperdiskurse und ihre Empirie“ soll nachgezeichnet werden, welche Umwertungen für pädagogische Diskurse charakteristische Begriffe im Rahmen aktueller Körperdiskurse erfahren. Mit den verschiedenen Beiträgen dazu wird ein Spektrum sehr unterschiedlicher Perspektiven auf Körperlichkeit aufgefächert. Damit wird zugleich jeweils in Aspekten deutlich, welche Möglichkeiten es gibt, eine anerkennende Berücksichtigung der Körperlichkeit der Schüler(innen) in Schule und Unterricht zu konzipieren. Ein Ziel der Buchreihe besteht darin, empirische Studien zusammenzutragen, die auf der Grundlage besagter theoretischer Neubestimmungen konzipiert sind. In einigen Beiträgen wird ferner gezeigt, inwieweit aktuelle Körperdiskurse in formative Konzepte pädagogischer und unterrichtlicher Praxis eingehen.